2022 Okt. (Do. 13. 10. um 19:30)
Bibelgespräche sollen Inhalte vermitteln und erläutern. Kein umständliches Herumgerede, kein akademisch theologischer Triumphzug, sondern einfaches Betrachten und Erfassen von biblischen Texten.
Es geht nicht um die Ausbreitung möglichst vieler Details, sondern um die Vermittlung von Erkenntnissen aus unserer Zeit und Geschehnissen aus der Vergangenheit.
Ob es einen Gott gibt oder nicht gibt, ist nicht entscheidbar. Wir müssen uns aber über die Gotteskonstruktionen Gedanken machen, wie positiv oder negativ es sich auf das menschliche Leben auswirkt.
theologische Aussage – keine geographische Information
nicht historisch authentisch – sondern im Focus des Glaubens
sinnstiftende Erzählung – kein Tatsachenbericht
theologische Geschichtsschreibung – keine historische Geschichtsschreibung
Zusammenfassung:
👉Bibel-Runde zum Nachdenken.
👉Warum können keine neuen Teilnehmer begeistert werden?
👉Ich meinte: Gespräche der Teilnehmer begrenzen.
👉M. meinte: auch ich sollte weniger reden.
👉Mein subjektives Empfinden ist, dass ich mich in Äußerungen kurz und klar halte.
👉Beim letzten Seminar, in den Heiligen Räumen eines katholischen
Bildungshauses, wurde die Redezeit auf 2 Minuten, kontrolliert per Handy, begrenzt.
👉Vorgang: Thema - Stille Überlegung - Frage - Antwort. So kam jeder zu Wort.
👉Es wurden vom Leiter die gleiche Frage an jeden Teilnehmer gestellt.
👉Zu neuen Teilnehmern: Tatsache ist auch, dass jene die im allgemeinen Interessierten schon irgendwo gebunden sind. Sei es nun im Kirchenchor, als Mitglied einer Musikkappelle oder in verschiedenen freiwilligen Diensten.
👉Ich konnte zu Beginn festhalten: Texte aus der Bibel nicht als Wahrheit und Tatsachenberichte, sondern als Sinnesgeschichten zu betrachten, wo mir M. zustimmte.
👉Als Beispiel nannte ich Exodus und später die Josefgeschichte, wo der Vater Josef bevorzugte und die Erzählung ihren Anfang nahm.
👉Es gibt viele Beispiele mit Sinngehalt: Daniel, Judith, Ruth, Esther, Exodus, Josefgeschichte, Abrahams Auszug aus Ur, Abraham musste in Ägypten seine Frau als seine Schwester ausgeben.
👉Man müsste diese Geschichten halt kennen, um sich nicht in phantasiegeschwängerten Deutungen zu verlieren.
👉Fazit: In der Bibel ist, richtig verstanden und nicht nur im Glauben, sehr viel an Lebensweisheiten verborgen.
👉Es konnte auch andeutungsweise und kommentarlos festgehalten werden, dass Denken historisch und sozialen Ursprunges ist.
Offene Fragen dieser Runde:
👉Teresa von Avila nachlesen: TB-Eunuchen für das Himmelreich, S. 236.
👉M.E.: Kann man krankhafte Asketen als Heilige und Vorbild betrachten?
👉Welcher Erkenntnisgewinn könnte als Abschluss einer Runde vermittelt werden?
👉Wie könnte man neue Teilnehmer motivieren?
👉Was könnte ein Grund sein teilzunehmen und welche Motive dazu?
👉Warum sollte man als Teilnehmer einer Bibelrunde den Theologischen-Kurs absolviert haben, der in vielen Wochenendseminaren 2½ Jahre andauert. Wer behauptet das?
GRUND=Sachverhalt: Anlass, Ursache, Ereignis, Grund: Migration, Kirchenaustritte…
MOTIV/ANREIZ=Warum handle ich? Überlegung, Umstand, Antrieb, Motiv zur Handlung: Den christlichen Glauben als Kulturgut zu sehen. In Anbetracht der Migration dem politischen Islam gegenüberzustehen.
👉Meine Motivation auch als Atheist Kirchenmitglied zu bleiben und meinen Kirchenbetrag zu leisten:
👉Ich sehe das Christentum nicht als Glaubensfundament, sondern als Kulturgut, dass in Form von einer Basilika, eines Dom, einer Kirche, Kloster… aufrecht gehalten werden muss.
👉Vielleich wäre auch bei einer Predigt es angebracht über Gründe und Motive zu predigen.
👉Am Allerheiligentag d.J. waren meine Frau und Tochter in Rappottenstein zum Kirchgang
👉Ihnen gefiel die Predigt von Moderator Mag. Gruber gut, wie er das Wort Heilig erklärte.
👉Ich hingegen war in der Kirche in Marbach/Walde auf Spurensuche.
👉Entäuschend war für mich, wie leger die Bekleidung, in der Mehrzahl der männlichen Kirchenbesucher, war
Papst Johannes XXXIII. meinte:
-Erkennen was die Geschichte sagt
-Urteilen Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges beachten
-Handeln ist das Aufzeigen der Geschehnisse
Er sagte auch vor/beim Konzil: Fenster öffnen, um einen neuen Luftzug hereinzulassen.
Papst Johannes XXIII. gab dem Konzil den Auftrag, die Lehre der Kirche so zu bestimmen „wie unsere Zeit es verlangt“. (TB Die neuen Atheismen S. 139)
Ergebnisse vom Konzil:
•Theologische Darstellung: was Kirche ist (Lebensorientierung, Begegnung…)
•Die innere Erneuerung der Kirche (Liturgie, Hinwendung des Altars/Seelsorgers zum Kirchenvolk, Texte in regionaler Sprache...)
•Förderung der Einheit der Christen (Zeitgemäßer Religionsunterricht…)
•Dialog und Hinwendung zur modernen Welt (auch andere Hl. Bücher lesen…)