Begriffe-Religiöse
Barmherzigkeit
ist keine Methode, dadurch ändert die Welt sich nicht
Christentum Anhänger:
-Gottesfürchtige: Heide am Judentum interessiert; Gönner der Synagoge, Materielle Zuwendung, gesellschaftlicher Status, öffentlicher Rechtsschutz. (&Bindeheft Einführung ins NT Wi-Se 96/97 VL)
-Heidenchristen: Nichtjude, soziale Unterschicht
-Judenchristen: Beibehaltung d. jüdischen Gesetze, Jesus ist Messias kein Gott.
-Proselyten: Beschneidung und somit Übernahme der jüdischen Gesetze
ETHIK: Ethik ist Klärungsversuch zw. Gut-Böse. Ethik als Begründung und Ursache des Handelns
Beachte; Ethik kennt unterschiedliche Traditionen und soziale Orte
Ethik: Bedingungen, Voraussetzungen und den moralischen Bewertungen von Handlungen. Sie beschäftigt sich mit der Frage nach dem richtigen, nach dem „guten“ Handeln und damit, wie es begründet werden kann.
E-Sitte: Sitte steht für die Bräuche einer Menschengruppe; die sittlichen Grundsätze, Werte und Normen, die ein einzelner Mensch, Gruppen oder sogar Kulturen für erstrebenswert erachten und als Leitlinie für ihr Handeln akzeptieren.
E-Moral: Moral ist das Ergebnis von Verhaltensregel und bekundet ihre Zustimmung. Der Begriff „Moral“ bezeichnet die Gesamtheit der sittlichen Grundsätze, Werte und Normen, die ein einzelner Mensch, Gruppen oder sogar Kulturen für erstrebenswert erachten und als Leitlinie für ihr Handeln akzeptieren.
E-Tugend: Tugend sind die guten menschlichen Eigenschaften, ist das tatsächlich praktizierte sichtbare Verhalten und Handeln.
E-Werte: Unter Werten versteht man bewusste und unbewusste Leitvorstellungen bzw. Orientierungsstandards, die das Verhalten einzelner Personen oder auch von Gruppen bestimmen – z. B. Gerechtigkeit oder Freiheit. Werte sind kulturabhängig, sie können sich also von Kultur zu Kultur unterscheiden.
FRÖMMIGKEIT: prägt den Glaubenden in Ehrfurcht, Denken Handeln und Fühlen
GLAUBE: Was ist Glaube? (Seelentheorie)
-Es geht um Daseinsfragen, um das Warum, um Seelen-Trost und Hoffnung
-Nicht um historische 1.) Beweisbarkeit
-Nicht um 2.) historische Erkenntnis von Wirklichkeit oder 3.) Wahrheit
-Das muss dem Gläubigen/Atheisten auch bewusst sein
-Für den, der glaubt, ist keine Erklärung notwendig. Für den, der nicht glaubt, ist keine Erklärung möglich. (Thomas von Aquin 1225-1274)
Augustinus: Glaube ist, an das zu glauben, was man bis dahin nicht sehen kann. Die Belohnung dafür ist, das zu sehen, was man glaubt.
Es sei daran erinnert, dass ich die Bedeutung des religiösen Glaubens diskutiere, nicht dessen Wahrheit
Von vielen Frommen Getue, das eigentliche Christentum aus den Augen verloren
JUDENTUM:
Tallit: Jüdischer Gebetsmantel. Zu Erinnerung an die 613 Gebote trägt tagsüber ein religiöser Jude ein viereckiges um die Hüfte gebundenes Tuch/Schal. An jeder Ecke die Zizit. Das sind Fäden mit acht Quasten, die aus fünf Doppelknoten bestehen. Z=90+i=10+Z=90+i=10+t=400 ergibt 600+8Quasten+5Doppelknoten ist 613.
Drei Säulen des Judentums:
👉Die einigende Kraft des Glaubensbekenntnisses an den einen Gott
👉Der Tempel in Jerusalem als einzige Kultstätte
👉Der Gehorsam gegenüber dem Gesetz
Kennzeichen des gelebten Judentums:
👉Beschneidung – Speisegebote – Sabbatgebot
Die Schriften des Judentums:
Thora, (Pentateuch): 5 Bücher Moses,
Talmud: 10.000 Seiten, Lehren, Studium, Auslegung
Tanach: Thora (Weisung), Nevim (Propheten), Ketuvim (Schriften)
Halacha: jüdisches Recht
Mischna: Ergänzung und Kommentierung der Gesetze
Gemara: Ergänzung der Mischna
Haggada: Nichtgesetzliche Inhalte
Jüdische Feste: Laubhüttenfest, Pessach, Purim, Schawuot, Sukkot, Versöhnungstag (Yom Kippur)
KIRCHE:
Die Botschaft einer Kirche sind nicht ihre Bauglieder oder die Baustile.
Das ist die Hülle, nicht der Kern. Hinter einem religiösen Bild/Skulptur steckt eine Geschichte/Legende.
👉Die Botschaft der Kirchen:
- Seelen-Trost in der Not (Jesus)
- Hoffnung in der Verzweiflung (Jesus)
- Sicherheitsgefühl in der Angst
Die Kirchen waren für viele der einzige Ort der Abwechslung, der Ort für Feste als Lohn für harte Arbeit.
👉Was bezeugen Kirchenbauten?
- Glaubensverständnis: Heilige als Vorbilder, Heiligenlegenden, Wallfahrten, Bittprozessionen, Gottesdienst…
-bautechnischen Wissensstand: Basilika, Kathedralen, Kirchen, Klöster, Stifte… und Baustile wie: Romanik, Gotik, Renaissance, Barock, Rokoko, Klassizismus, Historismus…
-und als das Können der Baumeister, der Künstler, der Handwerker.
Konzil: Das positive an dem II. Vatikanum sehe auch ich in den kurzen Darstellungen:
• Theologische Darstellung was Kirche ist (Lebensorientierung, Begegnung…)
• Die innere Erneuerung der Kirche (Liturgie, Volksaltar, Ministrantinnen, Gottesdienst in der Regionalsprache…)
• Förderung der Einheit der Christen (Zeitgemäßer Religionsunterricht…)
• Dialog mit der modernen Welt (auch andere Hl. Bücher lesen)
Papst Johannes XXIII. gab dem Konzil den Auftrag, die Lehre der Kirche so zu bestimmen „wie unsere Zeit es verlangt“. (TB Die neuen Atheismen S. 139)
MARIOLOGIE: Im Altertum drangen ab etwa 200 n. Chr. starke asketische Strömungen in die Kirche ein, oft verbunden mit einer Abwertung des Geschlechtlichen. Die Formulierung „Jungfrau Maria“ wurde immer häufiger gebraucht; in der Zeit um 400 n. Chr. war sie unter Bischöfen bereits selbstverständlich.
Das Konzil von Ephesus 431 beschloss, dass Maria Mutter Gottes ist. In den Evangelien wird Maria „Mutter Jesu“ genannt. Dogmatik: Gottesmutter-431, Jungfrau Maria-649, Unbefleckte Empfängnis-1854, Leibliche Aufnahme in den Himmel-1950
Marienerscheinungen: Theologisch problematisch, weil diese Botschaften nicht zu einem Gott passen, der ewige Strafen verhängt, der analphabetische Kinder als Werkzeug seiner Offenbarung benützt, der Liebe und Barmherzigkeit will und nicht Opfer.
RELIGION: Was bedeutet Religion?
-Grundfragen der menschlichen Existenz.
-Regeln für das Zusammenleben. (10 Gebote)
-Religionen bestehen vor allem aus Erzählungen und sollen zu einem bestimmten Verhalten bringen
-Ethik als Begründung und Ursache des Handels
Durch die Religion erkennt der Mensch die Legitimität der sozialen und moralischen Ordnung an. Religion dient dazu, diese Sozialordnung zu bestätigen und die richtige Lebensweise zu legitimieren.
Die Religionen selbst sind natürlich nicht vererblich, sondern sie werden kulturell vermittelt. Sie sind das Ergebnis einer sozialen Prägung, die meist schon in der frühen Kindheit beginnt.
Religion: als Uranlage? Klarheit über Unheil oder Nutzen der Religionen muss bereits in der Schule Bildungskriterium sein. Entstehungskriterien: Sitten, Bräuche, Tradition und klimatische Bedingungen ergeben eine Geisteshaltung
Seele: Unsere seelischen Vorgänge können *nur* durch die Verkörperung im Leib zum Ausdruck kommen
Sitz im Leben: Bezeichnung der sozialen und kulturellen Bedingungen und Gegebenheiten in der ein Text entsteht und dieser Text die Funktion des Zusammenlebens beschreibt.
THOMAS von AQUIN, "Die Beweisführung (für religiöse Wahrheiten) ist schwierig und kann nur von Gelehrten verstanden werden; der Glaube aber ist nötig für die Ungebildeten, für die jungen Menschen und all diejenigen, denen es an Muße fehlt, sich mit Philosophie zu beschäftigen... Für sie reicht die Offenbarung."
(Thomas von Aquin in: "Summa contra Gentiles" (entstanden ca. 1259-64)
THORA: Es völlig falsch, die Thora nur als Gesetzeswerk zu begreifen. Die bekannte Rede von den 613 Vorschriften der Thora - davon 248 Gebote und 365 Verbote hat eine symbolische Bedeutung. Nach dem Verständnis des traditionellen rabbinischen Judentums hat der Mensch 248 Knochen bzw. Glieder. Das bedeutet: Jeder Jude soll sich mit seinem ganzen Leib und seiner ganzen Seele 365 Tage im Jahr an die Weisungen Gottes halten.
Tallit: Jüdischer Gebetsmantel. Zu Erinnerung an die 613 Gebote trägt tagsüber ein religiöser Jude ein viereckiges um die Hüfte gebundenes Tuch/Schal. An jeder Ecke die Zizit. Das sind Fäden mit acht Quasten, die aus fünf Doppelknoten bestehen.
Z=90+i=10+Z=90+i=10+t=400 ergibt 600+8Quasten+5Doppelknoten ist 613.
xTRINITÄT: Dreifaltigkeitslehren gibt es zwar nicht bei Jesus, doch in Fülle in vorchristlicher Zeit.
Trinität Chinesisch: Die drei Erhabenen:
👉Shenong, (Erdherrscher) der göttliche Bauer.
👉Fu Xi, (Himmelsherrscher) der Ordnung im Kosmos, Musik, Schreiben, Rechnen, Fischen, Jagen, Köchen sorgte und
👉Nü Gua (Menschenherrscher) schuf die Menschen aus Lehm.
(TB: 111mal Wissen Mythologie, S. 102).
Trinitätslehre: Arius alexandrinischer Priester (256/260-336)
Athanasios, Patriarch von Alexandrien (295-373)
Dreiheit der Personen Gottes
Konzil: Nizäa (325) und Konstantinopel (381)